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Junioren Weltmeisterschaft in Vilnius, Litauen

Meine zweitletzte Junioren Weltmeisterschaft verlief ziemlich anders als geplant. Dank der Silbermedaille in der Langdistanz fand sie aber trotzdem einen versöhnlichen Abschluss. Zudem sammelte ich viele Erfahrungen, auf denen sich aufbauen lässt.

Meine Junioren Weltmeisterschaft 2017 lief nicht so wie geplant, das vorne weg. Beim ersten Wettkampf, die Mitteldistanz am Montag, gelang mir bis auf die letzten paar Posten gar nichts... Zu viele Fehler, ein sehr schwieriges Gelände, dass kein hohes Tempo zulässt und das schlechte Wetter bescherte mir einen Tag zum vergessen.

Nur einen Tag später stand schon das Massenstartrennen auf dem Programm, das erste Mal als offizielle WM-Disziplin. Ich habe mir für dieses Rennen extrem viel vorgenommen, denn ich liebe den direkten Gegnerkontakt und den physischen Kampf. Gekommen ist dann schon wieder alles anders: Wir starteten mit 4 (!) Karten und bekamen während dem Rennen noch eine 5. Karte. Aufgrund der blöden Kartengrösse (ein wenig grösser als A4) fielen mir die Karten sicher 3 Mal aus dem Kartenhalter. Jedes mal verlor ich so eine Gruppe, mit der ich unterwegs war. Einige blöde kleine Fehler besiegelten dann meine nächste Enttäuschung: nur Rang 14 war nicht was ich mir vorgenommen habe.

Die Staffel tags darauf fand im gleichen Gelände vor und ich brachte das erste Mal an dieser WM ein sauberes Rennen durch. Ich fuhr die Startstrecke und befand mich nach der physischen ersten Schlaufe beim Übergangsposten in der Verfolgergruppe, die Spitzengruppe umfasste 4 Fahrer. Auf der kartentechnisch sehr anspruchsvollen Schlussschlaufe machte ich noch einige kleine und unnötige Fehler und übergab am Schluss an 10. Stelle (8. Nationenrang). Mit meinem Staffelrennen bin ich sehr zufrieden, für uns reichte es am Schluss zum 11. Nationenrang, ein Rang besser als letztes Jahr.

Nach dem Pausentag, den ich zwingend brauchte, fand die Langdistanz statt. In einem extrem schönen Gelände, das flacher ist als die bisherigen, fast nur Singletrails hat und mit seinen Fören fast ein bisschen skandinavisch aussieht, fand ich schnell den Flow und konnte ein schnelles und sauberes Rennen durchziehen. Am Schluss reichte es zur Silbermedaille. Endlich ein Resultat nach meinen Vorstellungen!

Tags darauf trat ich zur Mission Titelverteidigung an. Diese Mission scheiterte aber schon ziemlich früh, zum Posten 13 nahm ich eine unbegreiffliche Route und parkierte dabei über eine Minute und zerstörte auch noch meinen rechten Schuh. Es war schon wieder ein Rennen zum vergessen, ich beendete es auf dem 20. Rang.

Das Bankett am Schluss war dafür das Beste das ich je erlebt habe! Eine coole Party in einem Wasserpark mit allem was ein Bankett so haben muss, es war super!

Alles in allem bin ich nicht komplett zufrieden mit meiner WM. Ich kann aber trotzdem positive Schlüsse daraus ziehen: Ich nehme eine Medaille mit nach Hause, habe viel gelernt, weiss dass ich noch viel Arbeit vor mir habe und mich vor allem kartentechnisch noch stark weiterentwickeln muss!

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